Freizeit für jüngere und ältere Senioren in Bad Harzburg
Schon Anfang des Jahres stand dieses Angebot in GEMEINSCHAFT LEBEN. Da wir Senioren gern verreisen und uns ein so schönes, vielfältiges Programm angeboten wurde, waren die 40 Plätze schnell vergeben.
Reinhard Liebmann (Lübeck) und Prediger Traugott Kögler (Burg) gestalteten diese Tage gemeinsam. Unser Domizil waren die Gästehäuser des Diakonissen-Mutterhauses Kinderheil in Bad Harzburg. Auf diesem Gelände befindet sich eine eigene Kirche, eine Senioren-Wohnanlage, ein Pflegeheim, Wohnungen für die Diakonissen und die Leitung. Die ganze Anlage ist gärtnerisch wunderbar gestaltet am Fuße des Burgberges im Krodotal.
Da wir aus verschiedenen Gemeinschaften unseres Verbandes zusammentrafen, gab es alte und neue Bekanntschaften zu pflegen. Dazu boten sich genügend Gelegenheiten: bei der Morgengymnastik, den gemeinsamen Mahlzeiten, bei den Ausflügen und den Andachten. Diese standen unter dem Thema: "Berge der Bibel":
- Ararat - "Berg der Errettung" (l. Mo 7). Auf Geheiß Gottes baut Noah die Arche und wird mit seinem ganzen Gefolge gerettet.
- Morija - "Berg der Erprobung/Prüfung" (l. Mo 22). Abraham erkannte nicht den Sinn, aber er vertraute; Gott wird es richten, ER sieht dich.
- Karmel - "Berg der Entscheidung" (l. Kön 17+18).
a) Elia ein starker Wortverkündiger;
b) Elia, niedergedrückt wegen seiner schweren Aufgabe;
c) Gott stärkt ihn erneut für seine Aufgabe. - Ölberg -
a) "Berg der Sendung" (Matth 28,16-20) -
b) "Berg der Himmelfahrt" (Luk 24,50-51) -
c) "Berg der Wiederkunft Christi" (Sach 14) Jesus sendet seine Jünger und rüstet sie aus (Apg l,8). Wir alle sind gemeint. Es ist kein Befehl, sondern Zusage: Gott rüstet einen jeden aus. - "Berg der Seligpreisungen" (Matth 5,l-12)
a) die Seligpreisungen sind an seine Jünger gerichtet;
b) sie sind kein Forderungskatalog;
c) das Evangelium ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben (Röm l,16). Jesus beschreibt mit den Seligpreisungen einen inneren Weg. Je mehr wir uns auf ihn einlassen, dürfen wir von seiner Liebe und Gnade erfüllt - glücklich - werden, selig sein; in allen Lebenslagen von ihm begleitet.
Auch die Abende wurden wechselhaft ausgestaltet:
Pastor Ubben (Vorsteher des DMK) gab einen interessanten Bericht über die Entstehung des großen Geländes, des Diakonissen-Mutterhauses Kinderheil, und einen Überblick über den Lebenslauf von Johannes Bugenhagen. Ingeburg und Reinhard Liebmann erfreuten uns mit einem musikalischen Abend über Felix Mendelssohn-Bartholdy (200. Geburtsjahr) mit vielen Ausschnitten seiner Werke. Auch das Singen wurde kräftig geübt, so dass beim Abschlussgottesdienst der Freizeitchor auftreten konnte.
Der "bunte Abend" wurde von einigen Aktiven aus der Freizeitgruppe zur Freude aller ausgestaltet.
Neben den oben angeführten Programmen durften wir auch die schöne Natur und einige Besichtigungen im Harz erleben. Einen Nachmittag ging es mit dem Bus nach Goslar, wo wir die Kaiserpfalz besichtigten und einen Stadtrundgang durch die alten Straßen machten. Was für schöne, alte Fachwerkhäuser durften wir sehen. Fast war die Zeit zu kurz, um alles mit den Augen zu genießen.
Am Donnerstag, dem 18. Juni, hatten wir dann den ganzen Tag Zeit, mit dem Bus den Ost-Harz zu erkunden. Vom Diakonissen-Mutterhaus bekamen wir ein großes Lunchpaket mit auf den Weg und Getränke waren auch im "Untergeschoss" des Busses verstaut. So konnte es fröhlich mit unserer Reise durch den Ost-Harz beginnen.
Zuerst ging es nach Quedlinburg und dort angekommen, mit einer kleinen "Bimmelbahn" durch den Ort und anschließend zum Schlossberg, wo wir die Räumlichkeiten des Schlosses besichtigen konnten. Wieder zum Busparkplatz zurückgekehrt, hatten wir eine gemütliche Mittagspause, in der wir den Inhalt unserer Lunchpakete und Getränke verzehren konnten. Nachdem sich alle gestärkt hatten, ging es weiter nach Thale zum "Hexentanzplatz" (der Sage nach!). Dort genossen wir bei Kaffee und Kuchen das schöne Panorama über die Wälder und Felsen des Harzes. Anschließend ging es weiter zum Höhepunkt des Tages: "Besichtigung der Baumannshöhle" in Rübeland. Eine Tropfsteinhöhle von ca. l km Länge in unterschiedlichen Höhen, die von uns allen eine gute Kondition im Treppensteigen erforderte (ca. 300 Stufen mussten bewältigt werden!). - Sogar eine 86-jährige Teilnehmerin schaffte diese Herausforderung! - Aber es war wunderbar zu sehen, was ein stetiger Tropfen Wasser in den Jahrhunderten bewirken kann. Wir konnten nur staunen und werden uns bestimmt noch lange an diese Höhle erinnern (auch an den akustischen Genuss eines Kanons, den wir dort gesungen haben!).
Abends, wieder im Diakonissen-Mutterhaus angekommen, hatten wir noch einen fröhlichen "bunten Abend", den einige aus der Freizeitgruppe vorbereitet hatten. Nun ging es bald auf das Ende der Freizeit zu, und wir hatten noch keine Zeit gehabt, Bad Harzburg selbst kennen zu lernen. Dafür war der letzte Tag geplant: Bad Harzburg und Umgebung wurden erkundet. Jeder so, wie er meinte: zu Fuß oder mit dem Auto. Am Abend war dann ein Freizeitrückblick und ein Ausblick auf eine mögliche Freizeit in 2 Jahren angesagt. Es war für alle eine wunderschöne Zeit im Hören auf Gottes Wort, im Miteinander der Freizeitteilnehmer und auch mit den Schwestern des Diakonissen-Mutterhauses Kinderheil. Es war für mich persönlich eine von Gott geschenkte Woche der Erholung an Leib und Seele. Ich kann nur Mut machen, solche angebotenen Freizeiten mitzumachen. Es lohnt sich!
Am Schluss bedanken wir uns
- bei allen, die uns im Hause so liebevoll und reichlich, insbesondere bei den Mahlzeiten, versorgt haben, u. a. auch Schw. Bärbel;
- bei Prediger T. Kögler für seine hilfreichen und ermutigenden Bibelarbeiten, die uns noch weiterhin begleiten werden;
- bei Reinhard Liebmann (der auch zu beglückwünschen ist!) für alle Vorbereitungen und Durchführungen dieser wunderbaren Freizeit.
Margarete Janke, Kappeln und Hanna Baumgärtel, Lübeck



