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September 2009 | Christsein und politische Verantwortung
Christsein und politische Verantwortung
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Der seit 30 Jahren bestehende Gnadauer Pädagogische Arbeitskreis hat sich Anfang des Jahres umbenannt. Der neue Name lautet nun Gnadauer Arbeitskreis für Erziehung und Bildung. Die Umbenennung ersetzt den eher statischen Begriff »Pädagogik« durch die Beschreibung der realen Wirkungsfelder, denen sich der Arbeitskreis von Anfang an verpflichtet wusste. Gegründet wurde das Gremium 1978 vom damaligen Präses Kurt Heimbucher. Seine Zielgruppen sind Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher, Eltern und Mitarbeiter in den Gemeinschaften. Die Mitglieder des Arbeitskreises kommen aus Baden-Württemberg, Bayern, Berlin-Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Rheinland-Pfalz. Vorsitzender ist der Leitende Schulamtsdirektor i.R. Erich Kimm, Schauenburg. Er ist auch Mitglied der EKD-Kammer »Bildung und Erziehung, Jugend und Kinder« in Hannover. An die Öffentlichkeit tritt der Arbeitskreis auch durch die zusammen mit der Evangelischen Lehrer- und Erziehergemeinschaft in Württemberg herausgegebenen Zeitschrift für christliche Erziehung »Glaube + Erziehung«. Ein besonderer Arbeitsschwerpunkt ist in diesem Jahr das Thema »Familie«. Der Arbeitskreis will dazu eine Arbeitshilfe für die Gemeinschaften herausgeben.

 


 

In diesem Jahr ist daran zu erinnern, dass 1909 die Pilgermission St. Chrischona, Bettingen/Schweiz, erstmalig ein Ausbildungsangebot für Frauen machte. Der wesentliche Anstoß dazu kam von dem damaligen Direktoren-Ehepaar Carl-Heinrich und Dora Rappard. Das war der Beginn der späteren Bibelschule für Frauen, die 1994 im Theologischen Seminar St. Chrischona aufging. Am Sonntag, 1. November 2009, wird aus diesem Anlass in St. Chrischona eine Jubiläumsfeier stattfinden.

 



Der evangelische Fachverband für Suchtkrankenhilfe »Blaues Kreuz in Deutschland«, Wuppertal, sieht sich durch eine neue Studie in seiner Forderung bestätigt, Alkoholwerbung zu verbieten. Die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) hatte die Untersuchung in Auftrag gegeben. Dazu wurden 3.415 Jungen und Mädchen zwischen 10 und 17 Jahren befragt. Das Ergebnis: Mehr als 80 Prozent der Befragten, die keine Alkoholwerbung sahen, griffen weder zur Bier- noch zur Schnapsflasche. Dagegen hatten über 90 Prozent der Jugendlichen, die mehr als zehn Mal Werbespots verfolgten, bereits Alkohol getrunken. Die Studie belege damit Erkenntnisse, die ausländische Forscher bereits vor Jahren gewonnen hätten, sagte der Bundessekretär des Blauen Kreuzes, Reinhard Lahme. »Aufgrund der biologischen Veränderungen in der Pubertät sind Jugendliche besonders empfänglich für Alkoholwerbung.« Ihre Wahrnehmung und ihre an den Alkoholgenuss geknüpften Erwartungen würden dadurch manipuliert. Das »Blaue Kreuz in Deutschland« ist eine der Mitgliedsorganisationen des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes.

 



 

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