
Gottesbilder
Liebe Leser!
Wir sind wieder Großeltern geworden! Als unser Sohn uns die beglückende Nachricht überbrachte, hat er uns zuerst ein Bild seiner neugeborenen Tochter gezeigt; ein sehr kleines Bild auf dem Display seines Handys, grob gerastert - eigentlich ein Baby wie viele andere. Aber: Ein Bild von unserem Enkelkind, ein erster Eindruck, wie Linda wirklich aussieht, deutlich klarer als die Ultraschallbilder zuvor.
Wir brauchen Bilder. Wir brauchen sie, um "im Bilde zu sein", um uns "ein Bild machen zu können", um eine klare, erinnerbare Vorstellung zu bekommen. Bilder sind gut für Zeiten, in denen die Person nicht, noch nicht oder nicht mehr da ist.
Deshalb brauchen wir auch ein Bild von Gott. Er ist zwar da - aber er ist nicht sichtbar. Die Bibel hilft uns mit bildhaften Vergleichen: Gott ist wie ein barmherzigen Vater, wie eine fürsorgende Mutter, wie ein guter Hirte. Aber Gott hat auch Autorität wie ein Gesetzgeber, wie ein Richter - Gott ist wie der oberste Herr. Aus all diesen Teilbildern - und noch vielen mehr, die die Bibel zeigt - will sich Gott bei uns einbilden.
Sie halten wieder eine sehr interessante Ausgabe in der Hand, die diesmal Erhellendes zum Monatsthema "Gottesbilder" sagt und Sie darüber hinaus "ins Bild setzt", was da und dort los ist.
Übrigens finden Sie ein paar Mal auf den folgenden Seiten den Spitzensatz von Jesus zum Monatsthema: Wer mich sieht, der sieht den Vater (Joh 14,9). Ja, Jesus ist das Bild, das wir uns von Gott machen sollen: So ist Gott!
Herzlich verbunden grüßt Sie
Ihr
Thomas Hohnecker



